Tipps für eine katzengerecht eingerichtete Wohnung

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Katze schlafend auf einem Drucker

Ein harmonisches Zusammenleben mit Ihrem Stubentiger setzt voraus, dass Sie der Katze ausreichend „Spielraum“ und Platz zum Bewegen schaffen. Es ist nicht die Größe der Wohnung, sondern allein die Einrichtung und Vielfalt der Beschäftigungsmöglichkeiten, die Katzen schätzen und die für ihr Wohlbefinden sorgen. Kleine Rennstrecken oder ein stabilerKratzbaum gehören in jeden Katzenhaushalt und sollten mit gleicher Aufmerksamkeit wie Futter- und Wassernäpfe, sowie ein Schlafplatz für die Katze bedacht werden. Eine unausgeglichene und zu wenig beschäftigte Katze neigt zur Fettleibigkeit und kann das Zusammenleben erschweren, da sie bei unerfülltem Bewegungsdrang zu schlechter Laune und vielen „kreativen“ Ideen in der Umgestaltung Ihrer Räumlichkeiten neigt.

Ein Kratzbaum sorgt für Bewegung und den Lieblingsschlafplatz

Während Freigänger ihre Bewegung Outdoor genießen, muss die Wohnungskatze mit den Möglichkeiten in Ihrem Haus Vorlieb nehmen und benötigt daher eine abwechslungsreiche Gestaltung. Ein Kratzbaum gehört zum Grundbedarf für das Tier und sollte in erster Linie stabil, mit festem Stand an einem für die Katze angenehmen Ort platziert sein. Sie haben unzählige Möglichkeiten, wie Sie Kratzbäume in Ihre Einrichtung integrieren und zu einem dekorativen Objekt im Wohnzimmer werden lassen können. Bedenken Sie bei der Anschaffung, dass einige Katzenrassen wie zum Beispiel die Maine Coon bis zu 13 Kilogramm Körpergewicht erreichen und dementsprechend stabilere Katzenmöbel und Kratzbäume benötigen. Dies sollten Sie auch in der Standortwahl bedenken, damit Ihre Katze nicht mitsamt dem Kratzbaum in die Schrankwand, den Fernseher oder auf den Esstisch fällt. Schwankende Kratzbäume werden kaum genutzt, da sie das Tier ängstigen und nach dem ersten „Seegang“ in der Regel gemieden werden.

Gemütlichkeit und Spiel sind wichtig

Viele Wohnungskatzen liegen vermehrt auf ihrem Schlafplatz und sind so ruhig, dass Sie als Tierhalter gar nicht vom enormen Bewegungsdrang der Katze überzeugt sind. In den meisten Fällen handelt es sich bei der anmutenden Ruhe aber um Langeweile, die Ihre Katze in der Abwesenheit der Hausherren mit Erkundungstouren auf den Möbeln, sowie mit dem Abräumen Ihrer Dekoration kompensiert. Dem Problem beugen Sie effektiv vor, indem Sie der Katze Beschäftigung bieten und Ihren Tagesablauf durch eine katzengerechte Einrichtung mit Abwechslung gestalten.

Vergifte ich meine Katze?

In Haushalten mit Tieren, vor allem mit Katzen sollten Sie mit dem Haushaltsreiniger und Desinfektionsmittel sorgsam umgehen. Denn Ihre Katze kann Allergien entwickeln, Verdauungsprobleme bekommen und durch den stetigen Kontakt mit den Chemikalien langsam vergiftet werden. Das heißt natürlich nicht, dass Sie in Haus und Wohnung nicht auf Reinlichkeit achten und das Putzen lassen sollen. Doch eine Orientierung auf nicht gesundheitsschädliche Reiniger ist für Katzenhalter besonders wichtig.

Was Kleinkindern schadet, ist auch für die Katze ungesund

Beim Kauf Ihrer Haushaltsreiniger und Desinfektionsmittel können Sie sich im Bezug auf Ihre Katze ganz einfach auf die Angaben verlassen, die für kleine Kinder gemacht werden. Bei allen Produkten die kleinen Kindern schaden, nicht in die Augen oder auf die Schleimhäute gelangen dürfen, heißt es für Katzenhalter: Finger weg. Denn auch wenn Ihre Katze nicht mit dem feuchten und frisch aufgebrachten Haushaltsreiniger in Verbindung gelangt, nimmt sie die Chemikalie über die Pfoten auf und führt sie automatisch in den Körper, in dem sie sich säubert und ihre Pfoten mit der Zunge putzt. Viele Katzenhalter gehen davon aus, dass ÖKO oder BIO ungefährlich für das Haustier sind und bedenkenlos verwendet werden können. Das ist nicht der Fall, denn es gibt viele pflanzliche Stoffe, die für Katzen absolut schädlich und in hohem Grad gefährlich sind. Um die Risiken zu mindern und einen katzenfreundlichen, sauberen Haushalt zu führen, können Sie sich auf Hausmittel konzentrieren und in diesem Spektrum in Erfahrung bringen, worauf Sie mit einer Katze im Haus besser verzichten sollten. Fakt ist: Chemikalien gelangen immer in den Katzenmagen und führen dort zu schlimmen Verätzungen oder schleichenden, nicht weniger gefährlichen Vergiftungen.

Verzichten Sie gänzlich auf Desinfektionsmittel

In der Haushaltsreinigung sind Desinfektionsmittel überhaupt nicht notwendig und führen dazu, dass Keime und Bakterien immer resistenter werden. Wenn Sie auf desinfizierende Haushaltsreiniger vollständig verzichten, leisten Sie nicht nur Prävention für die Gesundheit Ihrer Katze, sondern schützen sich selbst vor einer Schwächung des Immunsystems und dem unnötigen Einfluss von chemischen Substanzen. Eine sterile Umgebung ist nicht unbedingt gesünder, auch wenn dieser Anschein durch die Werbung für Desinfektionsmittel erweckt wird. Am natürlichsten und für Ihre Katze am gesündesten putzen Sie, in dem Sie sich auf warmes Wasser und zum Beispiel Essig oder Zitrone berufen. Auch wenn die Säure der Zitrone von Ihrer Katze als unangenehm empfunden wird, haben Sie doch die Gewährleistung, das eine Vergiftung ausgeschlossen ist und keine gefährlichen Substanzen in die Schleimhäute, den Magen und die Verdauungsorgane der Katze gelangen.

Wie Hund und Katz — alles Vorurteile?

Genau so ist es, denn viele Katzen vertragen sich ausgesprochen gut mit anderen Haustieren. Hunde und Katzen kommen sogar sehr gut miteinander klar, wenn sie als junge Haustiere positive Erfahrungen gemacht haben. Ganz ähnlich, verhält es mit Kleintieren wie zum Beispiel Hasen, Meerschweinchen oder gar Vögeln. Eine Katze, die einen Vogel oder einen Hamster nie als mögliche Beute kennengelernt hat und den ihr angeborenen Jagdtrieb anderweitig ausleben kann, wird kaum auf die Idee kommen, diese Haustiere als Futter zu sehen, ihren Spieltrieb wecken sie jedoch immer. Haustiere, die als Beute in Frage kommen, sollten daher nie mit einer Katze allein sein.

Katzen und Kleintiere, beste Freunde werden diese Haustiere nur selten

Auf einem Hochglanzfoto in einer Zeitung oder im Internet sieht es einfach toll aus, wenn der Wellensittich auf dem Kopf einer Katze sitzt. In Wirklichkeit aber bedeutet dies Lebensgefahr für den kleinen Vogel. Selbst, wenn der zahme Stubentiger im Vogel oder einem anderen Kleintier keine Beute sieht, so kann es leicht geschehen, dass ihre Bewegungen den Spieltrieb wecken. Was für die kleinen zerbrechlichen Haustiere ebenfalls richtig gefährlich werden kann. Aus diesem Grund ist es besser, wenn Hamster, Maus, Vogel und Co immer durch ein Gitter oder Glas vor der Katze geschützt sind. Größere Haustiere wie Hauskaninchen oder ausgewachsene Papageien können unter Umständen sogar die Katze in die Flucht schlagen. Der Kontakt zwischen einer Katze und den genannten Tierarten sollte dennoch niemals ohne menschliche Aufsicht erfolgen, denn eine Garantie, dass alles friedlich bleibt, gibt es nicht. Nicht anders verhält es sich mit kleinen Echsen, Schildkröten oder gar Schlangen. Katzen sind neugierige Tiere, ihr Spieltrieb ist schnell geweckt, für Echsen und Co. ist dies alles aber kein Spiel, sie haben in der Regel großen Stress, wenn eine Katze mit ihnen spielt.

Katzen und Hunde können echte Freunde sein

Katzen mögen zwar Einzelgänger sein, aber gegen ein wenig Gesellschaft haben sie dennoch meist nichts einzuwenden. Kann oder möchte man ihnen keinen Artgenossen bieten, dann sind sie auch mit einem Hund zufrieden. Wichtig ist, dass sowohl Hund als auch die Katze schon als Jungtiere positiven Kontakt zum jeweils anderen hatten. Kennt man die Vorgeschichte der Katze nicht, weil man sich zum Beispiel für ein Tier aus dem Tierheim entschieden hat, dann sollte man ihre Reaktion sehr genau beobachten. Bleibt die Katze ruhig und beobachtet nur, dann stehen die Chancen gut, dass zumindest eine friedliche Co-Existenz möglich ist. Weicht sie jedoch sofort fauchend zurück oder greift gar an, dann wird es nahezu unmöglich die beiden so unterschiedlichen Tiere in einem Haushalt zu vereinen. Ob die beiden richtige Freunde werden, hängt stark vom Charakter beider Tiere ab. Es gibt sogar Stubentiger, die den einen Hund in der Familie voll und ganz akzeptieren, während sie dem anderen komplett aus dem Weg gehen. Freundschaft unter Haustieren ist halt ebenfalls eine Frage der Sympathie. Übrigens eine Vergesellschaftung gilt als einfacher, wenn der Hund schon in der Familie lebt. Handelt es sich bei beiden um Jungtiere, dann entdecken Hund und Katz in der Regel schon nach wenigen Tagen den Spaß am gemeinsamen Spiel, und dies nicht immer zur Freude ihrer Dosenöffner.

Meine Katze wird alt

Wird eine Katze älter beginnt für uns und sie eine wirklich kostbare Zeit

Katzen altern sehr viel langsamer als viele denken, dennoch gelten sie ab einem Alter von 8 Jahren als nicht mehr ganz so jung. Wer sein Zuhause mit einer älteren Katze teilt, der muss in der Regel seinen Liebling sehr genau beobachten, um die ersten Anzeichen zu entdecken. Die Lebenserwartung einer Katze liegt bei reiner Wohnungshaltung und regelmäßiger tierärztlicher Vorsorge bei guten 15 Jahren. Es gibt aber auch viele Tiere, die werden 20 oder gar 25 Jahre alt. Freigänger sterben laut Statistik meist früher. Nicht die schlechtere Pflege ist als Grund anzusehen, sondern die größeren Gefahren, denen die Tiere ausgesetzt sind.

Kleine Hilfen für die ältere Katze erleichtern ihr den Alltag

Neben dem Hör- und Sehvermögen lässt auch die Sprungkraft mit zunehmendem Alter nach. Nicht immer muss eine Erkrankung wie Arthrose oder Rheuma hinter dem verminderten Sprungvermögen stecken, dennoch sollte man den vierbeinigen Liebling einem Tierarzt vorstellen. Beide Erkrankungen können große Schmerzen verursachen, die man seiner Katze natürlich ersparen möchte. Alle Katzen lieben höher gelegene Schlafplätze, bei älteren Tieren ist dies nicht anders. Allerdings benötigen sie etwas Hilfe um ihren Lieblingsschlafplatz auf dem Kratzbaum zu erreichen. Zusätzliche Stufen erleichtern nicht nur den Aufstieg zum Schlafplatz, sondern auch auf die Couch. Ist die Katze schon erblindet oder sieht sehr schlecht, sollte man die Wohnungseinrichtung nach Möglichkeit nicht massiv verändern. Ein niedriger Kratzbaum mit großen Liegeflächen wird von älteren Tieren ebenso gern als Ruheplatz genutzt wie Schlafhöhlen mit flachem Einstieg. Senioren lieben überwiegend weiche Schlafplätze, die frei von jeglicher Zugluft sind. Wichtig ist, dass sie dennoch alles beobachten können, selbst wenn ihr Schlafplatz in einer ruhigen Ecke liegt.

Mehr Schlaf- und Schmusestunden, aber weniger wilde Spiele

In der Regel fällt einem Katzenbesitzer erst auf, dass seine Katze langsam zum Senior wird, wenn diese keine Lust mehr auf wilde Spiele hat ruhiger wird. Freigänger verlassen in den letzten Jahren ihr Zuhause seltener, sie schätzen die gewohnte Umgebung. Auf diese Weise werden die letzten gemeinsamen Jahre sehr viel intensiver und inniger empfunden.

Wer seinem Tier helfen möchte, achtet auf die optimale bedarfsgerechte Ernährung und einem leicht zugänglichen Kratzbaum mit ansprechenden Liegeflächen als Rückzugsmöglichkeit.

Hauskatzen — Nachfahren der Raubtiere

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Das Raubtier in der Hauskatze

 

Du darfst niemals vergessen, dass auch Hauskatzen zur Familie der Raubtiere gehören. Sie sind zwar domestiziert, fallen jedoch in vielen Verhaltensmustern wieder in den Ursprung der Raubkatzen zurück.

 

Unser Kater „Charly“

 

Jahrelang war Charly, unser Stubentiger eine umgängliche Hauskatze, die nicht wusste, wie man beißt oder gar kratzt. Als kleiner Kater immer für irgendwelche Streiche aufgelegt, legte sich dies jedoch nach dem Kastrieren. So wurde er dann ruhig und äußerst anhänglich. Leider wollte er immer an unserer Couch seine Krallen schärfen. Dementsprechend sah die Couch schon aus, denn wenn wir nicht zu Hause waren, benutzte er selbige als Kratzbaum. Ein an der Wand angebrachtes Kratzbrett übersah er geflissentlich. Was blieb uns anderes übrig, als dem Kater einen Kratzbaum zu kaufen. Dieser Sisalkratzbaum hatte alles, was ein Katzenherz begehren könnte. Hängematte, eine flauschige Höhle, mehrere Ebenen und natürlich ausreichend Sisalstangen zum Kratzen. Was machte unser Charly? Er ignorierte ihn auch diesen, schlieft weiterhin auf der Couch. Dabei hatten wir ihn extra nahe dem Dachfenster aufgestellt, damit er weiterhin auf dem Dach spazieren gehen konnte.

 

Katzenminze

 

Ratgeber rieten zur Katzenminze, die man in Tropfenform kaufen kann. So wurde der Kratzbaum damit eingetröpfelt. Dies führte so weit zum Erfolg, dass Charly ihn nun nicht mehr ignorierte, sondern sich an und auf ihm wälzte und die Minze ableckte. Nun schlief er auch in der Höhle, die besonders intensiv mit Katzenminze verfeinert wurde. Nur, ja nur, als Kratzbaum benutze er ihn nicht. Man riet uns zum Abwarten, denn bevor eine neue Couch ins Haus kommen sollte, musste Charly den Kratzbaum nutzen. Es dauerte gefühlte Wochen, bis wir zum ersten Mal sahen, dass unser Kater an dem Kratzbaum seine Krallen schärfte. Also hat sich das Warten doch gelohnt. Er fühlte sich auf „seinem Baum“ sichtlich wohl, schaute immer von oben durch das offene Dachfenster den Vögeln zu und sprintete dann auch auf das Dach.

 

Die „Wachkatze“

 

An einem Tag verließen wir zusammen die Wohnung, als wir feststellten, dass wir den Schlüssel in der Wohnung vergessen hatten. Kein Problem, mein Mann stieg aus dem Flurfenster über das Dach zum Wohnzimmerfenster, welches ja für Charly immer offen stand. Ein Schrei, Gepolter, Gefluche seitens meines Mannes. Was war da los? Als er die Tür von innen öffnete, sah ich das Drama. Er war blutüberströmt und hielt sich das Gesicht. Charly hatte ganze Arbeit geleistet und ihn beim Einsteigen in die Wohnung vom Kratzbaum aus angefallen. Besser als jeder Wachhund eben!

Die Samtpfote und das Katzenklo

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Neues Zuhause — wo geht’s zum Klo?

Katzen sind von Natur aus reinliche Tiere. Instinktiv erledigen die Vierbeiner ihre Geschäfte da, wo sie etwas zu scharren haben. Nach einem Umzug in eines neues Heim oder durch unerwünschte Veränderungen kann es passieren, dass das Samtpfötchen den Gang auf sein Katzenklo verweigert. Dies kann absichtlich geschehen oder – und dies ist manchmal bei jungen Tieren der Fall -, weil die Katze nichts mit dem Klo anzufangen weiß. Dies ist kein Grund zur Sorge, denn man kann dem Stubentiger den Gang zur Katzentoilette beibringen.

Nur ein Ort fürs Geschäft

Bevor Du Dein Kätzchen an das Klo gewöhnst, solltest Du das richtige Modell bereitstellen. Viele Katzen mögen ein überdachtes Gehäuse, aufgrund der Ruhe und des Schutzes. Außerdem mag es Deine Samtpfote, sich in Höhlen zu verkriechen. Auch die Streu ist essenziell. Hast Du das Klo aufgestellt, wird die Katze vielleicht daran schnuppern oder, neugierig, wie Stubentiger sind, den Kopf hineinstecken. Auch, wenn Dein Haustier diesen Ort nun kennt, wird es diesen nicht automatisch als sein „stilles Örtchen“ ansehen. Womöglich wird sich Dein Freund noch immer in der Wohnung erleichtern. Und hier fängt die Gewöhnung an. Sobald Du bemerkst, dass sich die Katze erleichtern möchte, trägst Du es auf sein Katzenklo, in dem es sein Geschäft bis zum Schluss erledigen wird. Deine Aufgabe ist es, den Vierbeiner hinterher zu loben.

Geduld ist die Mutter der Porzellankiste

Du wirst bemerken, dass das Kätzchen nicht nach dem ersten oder zweiten Mal auf sein Klo gehen wird und noch immer den Blumentopf oder Zimmerecken nutzen möchte. Sei ihm dafür nicht böse, sondern setze das Toilettentraining nach dem genannten Prinzip fort. Früher oder später stellt sich der Erfolg ein. Katzen sind sehr sensibel. Verlierst Du die Geduld, verunsicherst Du die Samtpfote. Strafe Dein Tierchen nicht für das Erleichtern an unerlaubten Orten, sondern lobe es für das Nutzen der vorgesehenen Schüssel.

Tricks und Kniffe — so gelingt die Gewöhnung

Katzen fühlen sich da heimisch und verrichten ihre Geschäfte am liebsten dort, wo es nach ihnen selbst riecht. Daher empfiehlt es sich, den Kot aufzusammeln und in das Klo zu legen. Dadurch nimmt der Stubentiger seinen Geruch wahr und wird sich an die Toilette gewöhnen. Vielleicht gibt es auch einen bestimmten Grund, warum das Tier sein Klo nicht annimmt. Wenn Du diesen herausfinden und beseitigen kannst, besteht die Möglichkeit, des selbstständigen Nutzens der Toilette. Unerlässlich ist auch die regelmäßige Säuberung des Katzenklos – ein wichtiger Wohlfühlfaktor.

Unsauberkeit bei Katzen: Was tun?

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Katze schlafend auf einem Drucker

Leider kennen viele Katzenbesitzer das Problem: Die Katze wird plötzlich unsauber und verrichtet ihr Geschäft in irgendwelchen Ecken in der Wohnung oder noch schlimmer auf Polstermöbeln oder im Bett des Besitzers. Dabei sind Katzen von Natur aus sehr saubere Tiere. Wenn sie plötzlich unsauber werden, dann können nicht nur psychische sondern auch physische Probleme vorliegen. Doch welche Maßnahmen sollten bei dieser Problematik ergriffen werden?

Tierarzt aufsuchen
Der erste Schritt sollte immer darin bestehen, den Tierarzt aufzusuchen, damit ernsthafte Erkrankungen ausgeschlossen werden können. Zu diesen möglichen Erkrankungen, die Unsauberkeit hervorrufen, gehören Harnwegserkrankungen in Form von Harnsteinen oder Verletzungen. Viele Katzen entwickeln eine Unsauberkeit auch dann, wenn die Geschlechtsreife einsetzt. Dann nutzen sie ihren Urin um ihr Revier zu markieren. Ist das der Fall, kann eine Kastration für Abhilfe sorgen. Eine Kastration verhindert nicht nur das Markieren sondern auch die mehrmals im Jahr einsetzende Rolligkeit. Freigänger-Katzen sollten auch bei nicht auftretenden Problemen kastriert werden, damit sie sich nicht unkontrolliert fortpflanzen.

Veränderungen und Stresssituationen
Auch ein psychisches Problem kann hinter der Unsauberkeit liegen. Stress und Unzufriedenheit sind dabei die Hauptauslöser. Sie entstehen unter anderem wenn sich das Umfeld der Katze verändert hat, zum Beispiel bei einem Umzug. Oder ist ein neues Kätzchen oder Katerchen ins das Revier eingezogen? Auch wenn das Frauchen oder Herrchen plötzlich einen neuen Partner hat, kann die Katze aus Frust urinieren, weil sie ihren Dosenöffner weiterhin ganz für sich alleine haben möchte. Manchmal ist es auch ganz simpel. Manche Katzen sind auch verunsichert, wenn Möbel in der Wohnung verändert wurden. Grundsätzlich sollten Katze an kleinen und großen Veränderungen in ihrer Umgebung langsam herangeführt werden, damit Unsauberkeit erst gar nicht entstehen kann. Und wer ein neues Kätzchen in seinen Katzenhaushalt aufnehmen möchte, der sollte sich vorher umfassend mit der Thematik auseinandersetzen, damit die Zusammenführung stressfrei und problemlos von statten gehen kann.


Die Katzentoilette

Uriniert die Katze Nahe der Katzentoilette, dann misfällt ihr meist etwas an ihrem Katzenklo. Das kann an einer nicht ausreichenden Reinigung oder am Einstreu liegen. Der Standort ist ebenfalls wichtig. Schließlich bevorzugen Katzen ein ruhiges Plätzchen, damit sie ihr Geschäft erledigen können. Der ideale Standort ist eine ruhige Ecke, weit entfernt von der Futterstelle und vom Schlafplatz der Katze.

Wichtig: Mehrkatzen-Haushalte benötigen mehrere Katzenklos. Perfekt wäre ein Klo pro Katze. Auch die Größe ist entscheidend. Größere Stubentiger benötigen somit auch größere Katzenklos. Ideal sind hier XXL-Katzenklos mit großer Schale.

Gesundheitsgefährdung durch Impfen?

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Katzenkinder beim Tierarzt

Jeder liebt seine Katze und damit es dem Tier auch gut geht, erhält es jährlich seine Impfungen. Die Basisimpfung jeder Katze ist die gegen Katzenschnupfen (Herpes/Calicivirus) und Katzenseuche (Panleukopenie, felines Parvovirus). Katzen die sich auch draußen aufhalten erhalten zudem eine Tollwutimpfung. Manch ein Katzenbesitzer impft sogar seine Wohnungskatze gegen Tollwut frei nach dem Motto hier könnte ja eine infizierte Fledermaus durchfliegen und meine Katze anfallen. Doch tun wir unseren Stubentigern damit wirklich etwas Gutes?

Was bekannte Studien belegen

Amerikanische Wissenschaftler haben schon vor Jahren durch intensive Studien festgestellt, dass der jährlich stattfindende Impfmarathon nicht gesund für die Katzen ist, sie unter Umständen sogar todkrank machen kann. In einem weitverbreiteten Handbuch (Kirk`s Current Veterinary Therapy) wurden die wissenschaftlichen Erkenntnisse veröffentlicht und führten bereits 1997 zur Änderung der tierärztlichen Leitlinien. Obwohl diese auch in Deutschland hinreichend bekannt sind, ignorieren die meisten Tierärzte die Forschungsergebnisse aus den USA. Dabei wird gerne auf die entsprechenden Beipackzettel der verschiedenen Impfstoffe verwiesen in denen eine jährliche Erneuerung des Impfschutzes empfohlen wird. Jedoch handelt es sich nur um eine Empfehlung des Herstellers.

Wer hat einen Nutzen?

Im „Europäischen Arzneibuch“ gibt es keine Hinweise bezüglich der Schutzdauer und hält sich in diesem Punkt bedeckt. Nur die Erforschung der Wirksamkeit der Vakzinen sind gesetzlich vorgeschrieben. Somit stammen die Impfempfehlungen von der Pharmaindustrie und basieren auf keinem wissenschaftlichen Hintergrund. Vielleicht spielt aber die Tatsache eine Rolle, dass Impfungen eine der Haupteinnahmequelle der Tierpharmazie darstellt.

Auch die Annahme eine Nachimpfung würde die Schutzimpfung Erhöhung stimmt nach den neuesten Studien nicht. Vielmehr wird der zusätzliche Impfstoff von den körpereigenen Antikörpern zum größten Teil beseitigt. Daher bleibt die ursprüngliche Wirksamkeit der Impfung stabil und verstärkt sich somit nicht wesentlich.

Wissenschaftler haben bei jährlich geimpften Katzen eine erhöhte Anzahl an Krebserkrankungen registriert. Auch wenn nicht jede Erkrankung auf Impfungen zurückzuführen sind, herrscht dennoch Gewissheit darüber, dass zu häufiges Impfen krebserregend sein kann. Ebenso zeigen einige Tiere nach der Impferneuerung allergische Reaktionen, die im schlimmsten Fall tödlich enden können. Auch beim Menschen gibt es zur Zeit wissenschaftliche Untersuchungen der schädlichen Wirkung von Impfungen und Nachimpfungen. Mittlerweile werden Stimmen laut, die entsprechenden Leitlinien zu ändern.

Stubentiger oder Freigänger

Sicherlich ist die Impfung der Katze extrem wichtig. Dennoch sollte sich jeder verantwortliche Tierbesitzer genau informieren und das Gespräch mit dem Tierarzt suchen, bevor er sein Tier jedes Jahr impfen lässt. Immer sind es die Lebenumstände der Katze, die den Impfumfang bestimmen und nicht die Pharmaindustrie oder die Werbung.  Nach den amerikanischen Leitlinien genügt in den meisten Fällen einen Auffrischung nach drei Jahren.

Kratzbrett statt Kratzbaum

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Ich will mein Kratzbrett!

Kratzbrett, Kratzmatten und Kratzbaum dienen zur Krallenabnutzung – vor allem für Wohnungskatzen. Damit deine Katze nicht die Zimmereinrichtung zerstört oder sich an den Tapeten zu schaffen macht, schaffe dir spezielle Kratzvorrichtungen an. Diese unterstützen die Gesundheit deiner Katze, damit sie ihre Krallen kurz halten kann, und schonen gleichzeitig deine Möbel. Der Kratzbaum ist zwar eine abwechslungsreiche Spiellandschaft für Samtpfoten, passt allerdings nicht in jede Wohnung. Preiswerte und schöne Alternativen sind das Kratzbrett oder eine Kratzmatte. Diese werden zum Beispiel an der Wand befestigt oder über eine Zimmerecke gespannt. Gerade Wandecken lieben die Samtpfoten, um sich die Krallen abzuwetzen.

Wann ein Kratzbrett sinnvoll ist

Du kannst das Kratzbrett sehr gut in Wohnungen mit wenig Platz einsetzen. Es ist eine aus Vollholz gefertigte Fläche, die meist mit Sisal bespannt ist. Das Brett wird an die Wand geschraubt, genagelt oder mit Klebeband fixiert. Es nimmt somit keinerlei Platz in der Wohnung ein. Auch das Kratzbrett für Zimmerecken erfordert keinen Platzbedarf. Es kann um jede Ecke gespannt werden. Die Kratzmatte wird ebenfalls entweder an der Wand oder auf dem Boden befestigt.
Hat dein Stubentiger bereits begonnen, seine Krallen an Möbeln oder Wänden zu schärfen, ist das Kratzbrett hierfür eine perfekte Lösung. Montiere es genau dort, wo deine Fellnase am liebsten kratzt und schone so deine Wohnungseinrichtung! Kratzmatten und Kratzteppiche lassen sich flexibel einsetzen und auch um Polstermöbel spannen. Sie sind kostengünstig in der Anschaffung und können bei einem Umzug problemlos mitgenommen werden.

Damit sich deine Katze nicht an Nägeln oder Schrauben verletzt, befestige das Brett so, dass keine Metallteile hervorstehen. Doppelseitiges Klebeband ist zwar eine verletzungsfreie Variante, hält allerdings bei Stubentigern mit starkem Kratzverhalten meistens nicht lange.
Kratzmatten aus Plüsch dienen eher zum Kuscheln. Teppich sollte nur dann als Bezug gewählt werden, wenn sich die Krallen darin nicht verfangen können, denn sonst reißt sich dein Stubentiger schlimmstenfalls eine Kralle aus. Zudem ist eine Teppichbespannung bei Wohnungskatzen meist in kürzester Zeit aufgebraucht. Die Unterscheidung, welcher Teppich zum Kratzen verwendet werden darf und welcher ein Wohnungsteppich für dich ist, fällt deiner Fellnase zudem schwer.
Eine Bespannung aus Sisal ist für das Kratzbrett die beste Lösung und sehr strapazierfähig. Die Kratzfläche sollte idealerweise austauschbar sein, um die Langlebigkeit des Kratzbretts zu gewährleisten. Entsprechend der Länge deiner Samtpfote sollte auch die Größe des Kratzbretts oder der Matte beschaffen sein. Bedenke bei der Größenwahl, dass sich deine Katze zum Kratzen streckt!

Samtpfoten hochnäsige Diven ?

Samtpfoten hochnäsige Diven? – Alles nur Tarnung

Sie geben sich gern ein wenig hochmütig. Oft geben sie vor, nicht hinzuhören und fixieren dabei gedankenverloren einen imaginären Punkt in weiter Ferne. Katzen. Stubentiger. Felidaes. Die Katzenforschung hat jedenfalls neue Erkenntnisse gewonnen und die majestätische Missachtung als volle Absicht und entlarvt. Unsere Katze hört genau hin, sehr genau sogar – immer.

Große Augen bei Ansprache

Die Katzenfreunde wissen es schon lange, doch nun ist es offiziell: Katzen erkennen die Stimmen ihrer Besitzer – das bestätigt nun endlich auch ein japanisches Forscherteam. Sobald Sie die Stimme hören, drehen sie den Kopf in die Richtung oder sie drehen ganz einfach nur die Ohren. In einer neuen Studie wurden diese Fähigkeiten näher untersucht. Das Ergebnis: Katzen erkennen nicht nur die Stimmen ihrer Besitzer, sie hören ihnen auch aktiv zu. Dass auch Katzen eines Tages – so wie ihre bellenden Kollegen – auf Kommandos ihrer Besitzer reagieren, bleibt hingegen zweifelhaft.

Sanfte Ignoranz mit System

Während sich die Katze wenig interessiert gibt, hört sie ganz genau hin und erkennt dabei die Stimme ihrer Besitzer. Das japanische Forscherteam fand heraus, dass Katzen dem gesprochenen Wort sogar besonders große Aufmerksamkeit schenken. Während des Experimentes konnten die Katzen die sprechende Person nicht sehen, doch folgten sie den Stimmen mit Kopf und Ohren. Auch gelang es ihnen mit Leichtigkeit, die Stimmen ihrer Besitzer von denen unbeteiligter Personen zu unterscheiden. Hörten sie ihre Besitzer, vergrößerten sich ihre Pupillen – ein Zeichen emotionaler Erregung. Dies geschah auch, sobald sie mit fremden Stimmen vertraut waren. Das Forscherteam zeigte sich überrascht.

Auf weichen Pfoten durch die Evolution

Vielleicht ist diese Erkenntnis sogar ein wichtiger Schlüssel, um die Evolutionsgeschichte von Katze und Hund zu verstehen. So hing die Entwicklung der Hunde stark vom Drang ab, ihrem Besitzer zu folgen und zu gehorchen, doch hat die Katze diesen Evolutionsschritt offensichtlich vollkommen versäumt – an ihren Hör- und Erkennungsfähigkeiten lag das nach den neuesten Erkenntnissen wohl nicht. Doch warum ist die Katze so geschickt im Verbergen ihrer Gefühle? Das Team der japanischen Wissenschaftler glaubt, die Antwort darauf gefunden zu haben: Wer in der Wildnis seine Gefühle zeigt, hat wenig Aussicht auf ein langes Leben. Um sich seinen Verfolgern und Feinden nicht als leichtes Spiel zu präsentieren, verbirgt die Katze also ihre Gefühle, ihre Schmerzen und Schwächen. Auch wenn diese Erkenntnis für Katzenbesitzer neu sein mag, so haben wir uns doch längst mit den willensstarken und so liebenswerten Egozentrikern auf vier Beinen angefreundet – vielleicht sogar aus genau diesen Gründen.